Zum Verständnis: Was ist ein Weblog? 

 

1. Ursprung des Wortes
Der Begriff “Weblog” setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern “Web” und “Log”.
 “Log” wurde von “Logbuch” entlehnt und meint, dass eine Einzelperson oder eine Gruppe von Menschen eine Art Journal im Internet (dem “Web”) führt.

“Blog” ist die umgangssprachliche Abkürzung für “Weblog”. Personen, die ein Weblog führen, werden gerne “Blogger” genannt, das Schreiben in einem Weblog wird auch als “Bloggen” bezeichnet. 

2. Charakteristische Eigenschaften eines Weblogs
Unabhängig von Blog-Anbieter und Blog-Software können folgende Eigenschaften zusammengefasst werden:

  • Die Einträge erscheinen in aufsteigender Reihenfolge. Das Aktuellste steht damit immer an erster Stelle.
  • Es gibt eine Funktion, die es den Lesenden ermöglicht, einen Kommentar zu einem bestimmten Eintrag zu hinterlassen.
  • In Weblogs wird gerne auf die unterschiedlichsten Wege auf andere Weblogs und Adressen im Netz verwiesen. Dafür gibt es zum einen die sogenannte “Blogroll”: eine Linkliste, in der Sie die Internet-Adressen anführen können, die Ihnen wichtig sind und auf denen Sie selbst gerne lesen. Zum Anderen können Sie sich innerhalb eines Beitrags inhaltlich auf Texte bei anderen Blogs oder Internetseiten beziehen. Drittens gibt es verschiedene Möglichkeiten, selbst unter Nennung der eigenen Blog-Adresse in anderer Leute Weblog zu kommentieren.
  •  Weblogs können also - wenn Sie das wollen - eine ausgesprochen interaktive und kommunikative Angelegenheit sein.
  • Wie oft Sie Ihr Weblog aktualisieren, liegt ganz bei Ihnen: Sie können jeden Tag mehrere Einträge machen oder beispielsweise nur einmal pro Woche. Das hängt vom Thema ab und insbesondere von der Zeit, die Sie für das Weblog investieren wollen.

3. Themen und Inhalte eines Weblogs
Hatten die ersten Weblogs tatsächlich zunächst einmal Tagebuch-Charakter, so hat sich das seit einiger Zeit sehr geändert. Inzwischen finden Sie neben den “richtigen” Tagbüchern auch weitere private Blogs, die

  •  von Reisen berichten (Weblogs sind von überall auf der Welt bestückbar),
  • Rezepte sammeln,
  • Bilder präsentieren (von Schnappschüssen der letzen Party bis zur Präsentation von Kunst),
  • Literatur, Filme, Musik oder
  • politische Themen diskutieren,
  • ihre Schreibversuche relativ anonym einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und über das Weblog Kontakt zu Menschen mit dem gleichen Interesse knüpfen
  • etc. pp.

Seit einiger Zeit haben auch andere Gesellschaftsgruppen die Weblog-Technologie für sich entdeckt:

  • PolitikerInnen führen neben ihrer Website auch ein Blog, weil damit der Austausch mit den potenziellen WählerInnen erleichtert wird,
  • NGOs legen sich ein Weblog zu, weil sie damit schnell die neuesten Nachrichten online bringen können,
  • Online-Zeitungen haben Weblogs zu den verschiedensten Themengebiten, die es ihnen ermöglichen, dort eingehender auf bestimmte Inhalte einzugehen,
  • Geschäftsleute und Firmen bieten bestimmte Service-Leistungen und Kommunikationsmöglichkeiten über ein Weblog an.

Wenn Sie also ein Thema haben, an dem Sie “dran” bleiben möchten und das Sie mit einer Vielzahl von anderen Personen diskutieren wollen, dann ist ein Weblog das ideale Instrument dazu.

 

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Vor- und Nachteile eines Weblogs gegenüber einer statischen Internet-Präsenz


1. Die Vorteile

Ein Weblog könnte für Sie die richtige Lösung sein, wenn Sie

  • die Inhalte Ihrer Website schnell selbst aktualisieren wollen,
  • sich so wenig wie möglich mit der Technik drumherum abgeben möchten,
  • nicht immer auf andere angewiesen sein wollen, die HTML und andere Techniken beherrschen.


2. Die Nachteile
Ein Weblog ist für Ihre Zwecke vielleicht doch nicht das Richtige, wenn

  • Sie nur eine Web-Visitenkarte brauchen, deren Texte nicht oft aktualisiert werden müssen. Dann kann die Einrichtung eines Blogs schlicht zu teuer sein im Verhältnis zum Nutzen.
  • die Art Ihrer Internetpräsenz für viele Seiten einen verschiedenen Aufbau erfordert. Weblogs, zumindest solche, die bei einem Bloganbieter gehostet werden, arbeiten hier sehr standardisiert: in der Regel gibt es ein Layout für alle Inhaltsbereiche und das reicht oft nicht.

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Was Sie brauchen, um ein Weblog einzurichten

  Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: 

  1. Sie melden ein Blog bei einem der vielen verschiedenen Weblog-Anbieter an, die ihren Service oft auch kostenlos anbieten. Das hat den Vorteil, dass Sie sich um überhaupt nichts kümmern müssen, außer um das Schreiben von Texten.  

    Das hat aber auch den Nachteil, dass Sie wenig Möglichkeiten zur äußeren Gestaltung Ihres Blogs haben (Sie können in der Regel zwischen diversen Standard-Layouts wählen) und Sie sind zudem darauf angewiesen, dass der Weblog-Anbieter ein stabiles System im Hintergrund laufen hat (schneller Server, wenige bis möglichst gar keine Ausfälle desselben, kein Verlust von Daten). Außerdem haben Sie wenige oder keine Eingriffsmöglichkeiten beim Ein- und Abschalten von Zusatzfeatures. Zu guter Letzt steht Ihnen dann auch eine nur teils-individualisierte Netzadresse zur Verfügung: www.ihr-name.de wäre - je nach Zweck des Blogs - doch wesentlich sinnvoller als beispielsweise www.ihr-name.name-des-anbieters.de oder www.name-des-anbieters.de/ihr-name

    Dennoch kann ein Weblog, gehostet bei einem großen Weblog-Anbieter, für Ihre Zwecke völlig ausreichen. Und die Gestaltung können Sie mit einem bisschen Hilfe von außen durchaus auch anpassen. 

  2. Sie besorgen sich eine eigene Domain (also eine Internet-Adresse) mit Webspace, der PHP und eine MySQL-Datenbank umfasst und installieren ein eigenes Weblog (oder lassen jemanden Domain und Webspace besorgen und die Blogsoftware installieren).

    Der Name kann dann lauten www.ihrname.de/blog oder sogar auch einfach www.ihrname.de, wenn Sie unter dieser Adresse alleine das Weblog laufen lassen wollen. 

    Jetzt haben Sie die Möglichkeit, ihr Weblog ganz an Ihre individuellen Ansprüche anzupassen (oder anpassen zu lassen): von der Gestaltung über den Einsatz von Zusatzfeatures bis zur Festlegung des Benutzerstatus’ derjenigen Personen, mit denen Sie vielleicht das Blog gemeinsam führen wollen. Auf diese Art können Sie eine Weblog-Software wie z.B. WordPress auch als kleines CMS (Content Management System) verwenden.

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Sie möchten ein Weblog betreiben und wissen noch nicht, wie anfangen?

Melden Sie sich doch bei mir, ich helfen Ihnen gerne bei den weiteren Schritten.

Zuerst sollten wir überlegen, welche Art von Weblog Sie überhaupt brauchen. Dann kommen die weiteren Punkte, bei dem ich Ihnen helfen kann:

  • Installation des Blogs auf einer Domain Ihrer Wahl
  • Einrichtung des Admin-Bereiches sowie Einbindung eventueller FunktionserweiterungenEntwicklung einer Struktur und Gestaltung, die Ihrem Geschmack und Ihren Zwecken entspricht
  • Wartung des Blogs, beispielsweise bei Aktualisierungen auf neuere Versionen der Blogsoftware

ODER Sie belegen einen meiner Kurse bei der VHS Treptow-Köpenick, in dem ich Ihnen zeige, wie Sie beim Weblog-Anbieter WordPress Ihr eigenes Blog anlegen. 

 Nach all diesen Vorbereitungen können Sie dann loslegen und Ihr Weblog mit interessanten Inhalten füllen.

Ich bin gespannt darauf!

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